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Thanksgiving in Toronto

By 25. Oktober 2016 No Comments
Toronto Skyline

Ich möchte diesen Artikel mit einem Zitat beginnen:

Wikipedia: Der CN Tower [siːˈɛn ˌtʰaʊ̯ɚ] (Canadian National Tower, französisch La Tour CN) in der südlichen Innenstadt Torontos ist ein 553 Meter hoher Fernsehturm und Wahrzeichen der Stadt. Er war von 1975 bis 2009 der höchste Fernsehturm der Welt. Gleichzeitig war er von 1975 bis 2007, als der Burj Khalifa eine Höhe von 555,30 Metern erreichte, das höchste freistehende und nicht abgespannte Bauwerk der Erde.

Klingt doch spannend und diese Beschreibung ist Grund genug, um auf den CN Tower hochzufahren und den Blick über diese gewaltige Stadt zu genießen. Um auch die besten Fotos zu bekommen, sind wir extra um 17 Uhr mit dem Uber hingefahren, damit wir sowohl Fotos am Tag, beim Sonnenuntergang und in der Nacht haben.

Für knappe 50$ fuhren wir mit den Aufzügen recht schnell hinauf. Hier gab es einen milchigen Glasboden, ein überteuertes Restaurant und ganz Leute, die mitten am Tag mit Blitz gegen Fensterscheiben fotografieren. Aber das war mir alles total egal, weil der Ausblick einfach total cool ist. Man kann so viel entdecken: Pools, das Rogers Centre, den winzigen Dundas Square. Nach 2,5 Stunden war ich komplett fertig mit der Fotografie – auch psychisch. Wenn man immer wieder das selbe Szenario fotografiert, um das perfekte Foto zu schießen, dann ist das sehr anstrengend, aber entscheide selbst, ob die Fotos etwas geworden sind:

This city is truly amazing. #toronto #6ix #skyscrapers #bigcitylife #cntower #studyabroad

A photo posted by Ferdinand Stöhr (@fellowferdi) on

 

Downtown Toronto by night. A stunning view captured by @fellowferdi #night #cntower #toronto

A photo posted by Tobias Schmücker (@tbsmkr) on

 

 

3-Gänge-Menü an Thanksgiving

Heute war der Tag, an dem wir endlich unser Pfand zurückgeben wollten. Ich fragte nochmal kurz an der Rezeption, wo wir diesen zurückbringen könnten und ob der Schuppen auch an Thanksgiving geöffnet ist. Der junge Mann zeigte mir den Weg und sagte, dass der Laden offen ist. Wir laufen mit unseren großen Kartons Richtung “Beer Store”. Jeder auf der Straße teilte uns mit, dass dieser gar nicht geöffnet sei. Wir waren dann aber auch zu faul, die großen Boxen wieder zurückzutragen und schenkten deshalb das Pfan einem Obdachlosen. Eine gute Tat! Schließlich war Thanksgiving

Und was macht man an Thanksgiving? Truthahn! NICHT. Da wir keinen 100%-funktionsfähigen Herd zur Verfügung haben, entschieden wir uns gegen einen Truthahn und stellten stattdessen ein mindestens gleichwertiges 3-Gänge-Menü zusammen, das wir am Mittag kochen wollten, weil wir danach auf das 6Fest gehen wollten (dazu später mehr).


Nach relativ langem kollaborativen Kochen, brachten wir als Vorspeise eine Kürbiscremesuppe auf den Tisch, die wirklich hammermäßig gut war. (Essens-Bilder kommen heute von Leni)

Kürbiscremesuppe

 

Nach längerer Wartezeit auf unseren Krüppel-Ofen, zogen wir die gefüllten Zucchini aus dem Ofenrohr und mussten feststellen, dass die unregelmäßige Hitze den Boden verbrannt hat. Dazu gab es schlechte Pommes Frites. Ein sehr sehr gewöhnungsbedürftiger Hauptgang, bei dem alle noch von der Kürbiscremesuppe schwärmten. Wir machten kein Foto, weil das nur Speicherverschwendung wäre, aber ich empfehle jedem das Rezept anzuschauen, das ist nämlich verdammt lecker!

 

Das Dessert muss es retten!

Aber wir hatten noch unseren dritten Gang. Aufgrund unseres Zeitplans, kauften wir einen gedeckten Erdbeerkuchen, auf den sich alle freuten. Der Kuchen wurde nie zu Ende gegessen, weil er nur nach zu süßer Erdbeermarmelade schmeckte. Was für ein Fail, aber dafür muss man sagen, dass es nach unseren verkochten Camping-Nudeln im Algonquin Park erst unser zweiter Fail war.

gedeckter Erdbeerkuchen

 

 

Das 6Fest – ein von Studenten organisiertes Festival

Wir freuten uns alle auf das 6Fest, ein von Studenten organisiertes zweitägiges Festival an einem Peer Torontos. Wir kauften die Karten im Early-Bird Sale, die nach 24 Stunden ausverkauft waren, was daran liegt, dass die letzten Jahre IMMER Drake kam. Sie haben sogar das 6Fest verschoben, damit dieser auch dieses Jahr kommen kann. Leider erreichte uns in der Woche vor dem 6Fest die Nachricht, dass sich dieser den Knöchel verstaucht hat und Konzerte absagen müsste. Are you f****** kidding me? Da ist man einmal hier, dann sowas. Aber es sollte auch noch Diplo und Big Sean kommen und darüber hinaus ein Surprise Guest.

Der Peer war riesig, da hätten wahrscheinlich 50.000 Leute mitfeiern können, aber durch die Terminverschiebung gaben viele Leute ihre Tickets zurück und keiner kaufte die Tickets zum Normalpreis von 120$. Es waren ca. 5.000 Leute da schätze ich. Wir tranken Bier, rochen (nicht rauchten) ganz viel Gras in der Menge und feierten die Musik, soweit es ging. Da uns sehr kalt war, nutzen wir den MCCafé-Stand ausgiebig und tranken drei bis vier Becher Kaffee. Das Festival an sich war einigermaßen cool, hinter der Bühne erstreckte sich die Skyline Torontos und der CN-Tower. Es waren viele DJs am Start und viele Künstler aus dem Black-Genre, womit wir nicht allzu viel anfangen konnten. Roy Woods und Diplo waren aber wirklich gut und sind empfehlenswert! Wir steckten alle unsere Hoffnungen in den darauffolgenden Tag, an dem ein Überraschungsgast kommen sollte. Wer sollte es sein?

#6fest #toronto #diplo #skyline

A photo posted by Tobias Schmücker (@tbsmkr) on

 

Irgendwie kam keine Stimmung auf

Das Festival ging an beiden Tagen von 18 bis 23 Uhr, weshalb wir entspannt daheim schlafen konnten. Am zweiten Tag kam irgendwie wenig Stimmung auf und auch der MCCafé-Stand war verschwunden. Im Prinzip blieben wir nur, weil wir ja noch einen Surprise-Guest erwarteten. Sehnsüchtig warteten wir auf die Ansage, wer es wohl sein sollte. Doch auf einmal war das Konzert einfach vorbei. Was ist passiert? Der Surprise-Guest war wieder French Montana, den wir schon zuvor gesehen hatten, bei dem Teaser-Konzert auf dem Campus. Dieser war der letzte Act und uns war nicht klar, dass dies der Surprise Guest sein sollte. Dieser trug weißes Shirt und Anzug, was seine Statur gut betonte. Ich las auf Twitter den Kommentar: “Danke Ryerson Student Union. Alles was wir bekommen haben ist French Montanas Bierbauch!” Da waren wir schon sehr enttäuscht.

 

 

French Montana 6Fest Beer Gut

 

Das war’s mit diesem kurzen Artikel! Der nächste handelt vom schönen Montreal, unseren zwei Airbnb-Katzen und leckerem Frühstücks-Gebäck. Max bat mich darum, die Artikel kürzer zu halten. Vielleicht werde ich das tatsächlich so machen. Falls jemand Einwände hat, kann sich dieser im Kommentarfeld unten dagegen aussprechen.

F

 

P.S. Es war nicht nur Thanksgiving, sondern auch Slapsgiving. Tobi und ich vereinbarten, dass wir uns gegenseitig jeweils eine Schelle an Thanksgiving geben durften. Ich habe meine beim Kochen eingelöst (ohne, dass er es wusste) und Tobi als der Tag vorbei war. Das ganze beruht auf einer „How I Met Your Mother“-Folge. Wer mehr darüber erfahren will: Slapsgiving.

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